Bauanleitung für einen Hasenstall
Vorwort:
Da sich meine Kinder im Frühjahr zwei Kaninchen kaufen wollen, sahen wir
uns nach einem vernünftigen Hasenstall in sogenannten Zoofachgeschäften um.
Es war ein Drama was hier angeboten wurde, einer sah aus wie eine umgebaute
Apfelsinenkiste für 150,-- DM, ein halbwegs vernünftiger Stall aber von der
Größe nur für einen Hasen geeignet, kostete 400,-- DM.
Also bleibt nur der Eigenbau übrig. Dafür braucht man aber einen Plan, doch warum selber denken wenn es das Internet gibt?
Denkste: was ich bei der Suche mit dem Suchbegriff Hasenstall fand hatte
meist nur im entferntesten Sinne etwas mit "Hasen" zu tun ;-))))
| Also, doch selber planen, aber erst
mal ganz grob. |
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Der Rohbau Der Rohbau sollte aus Bodenplatte, Rückwand, zwei Seitenwänden und Dach bestehen. Für das Dach hatte ich noch einige Dachlatten, Profilbretter und Dachpappe im Keller den Rest kaufte ich im Baumarkt. Eine genaue Größenvorstellung hatte ich noch nicht, aber vom Material her hatte ich mich schon festgelegt. Da der Stall für den Garten vorgesehen ist kommt wegen der Feuchtigkeit nur Vollholz, keine Spanplatten oder Sperrholz in Frage. Als Bodenplatte fand ich im Baumarkt eine Schaltafel (DM 15,--) die mit 150 * 50 cm dem Stall die Größe gab. Für die Wände kaufte ich Rauhspund 96mm * 19 mm, Länge 3m. Die Packung zu 5 Bretter (DM 20,--). |
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Drei der Bretter halbierte ich und hatte dadurch für die Rückwand 6 Stück a 150 cm. Die restlichen zwei Bretter sägte ich in 48 cm lange Stücke, Ergebnis 12 Stück, 6 für jede Seitenwand. Aus alten Restbeständen sägte ich noch 4 Stück Dachlatten in der Länge von 55 cm und schraubte alles zusammen. Das Ergebnis sah so aus. Die Latten habe ich bewußt an die Außenseiten montiert, damit innen keine unnötigen Ecken und Kanten sind. Das erleichtert später die Reinigung des Stalles. |
| Nun nagelte ich noch die alten Profilbretter
und Dachlatten zusammen tackerte die Dachpappe drauf und schon war der Rohbau
fertig. Dank Kreissäge Accuschrauber und Elektrotacker war der Rohbau in
ca. zwei Stunden erledigt. |
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Feinarbeiten am Rohbau Die durch die Schräge des Daches entstandenen Lücken an den Seiten füllte ich mit entsprechend zugesägten Profilbrettern. Anschließend wurde der Stall mit ungiftiger (Kaninchen knabbern alles an) Fensterlasur gestrichen |
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Raumaufteilung Die Position der Trennwand mache ich von den Maßen der Auffangschalen, welche ich zur Vereinfachung der Reinigung unter die Lattenroste plazieren werde, abhängig. Als Auffangschalen habe ich zwei Deckel von Stabelkisten und den Boden eines alten Wäschekorbes vorgesehen. So montiere ich die Trennwand zwischen ca.1/3 und 2/3 des Stalls. |
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Türen Für die Türen sägte ich, passend zu den Öffnungen, Dachlatten (siehe Foto) als Rahmen. Der kleinere Rahmen wurde nur verschraubt, dem großen Rahmen verpasste ich noch zusätzlich vier Metallwinkel.
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Die kleinere Tür verkleidete ich mit Profilbrettern, denn dieser Raum soll die dunkle Schlafhöhle sein. Die große Tür erhielt eine Füllung aus Drahtgitter, welches ich einfach mit dem Elektrotacker befestigte.
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Leisten an den Seitenwänden innen sorgen dafür, dass man die Türen beim Öffnen, oben einschieben kann, beim Rauziehen dienen Schrauben als Stopper.
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Lattenroste
Mit der Kreissäge sägte ich ein paar alte Bretter zu Leisten, nagelte und leimte sie zu Lattenrosten und befestigte sie mit Metallwinkeln an den Seitenwänden. |
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Sonstiges Die Fuge zwischen Bodenplatte - Wände kann man mit Bauacryl oder Silicon verfugen, den Boden und den Übergang zu den Wänden mit Kunstharzfarbe oder Flüssigkunststoff (Betonfarbe) streichen. So ist das Holz besser gegen den Mist geschützt.
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